Schöner Wikingerroman mit überraschender Location – Jürgen Bärbig: „Wikingerblut – Die Rache des Kriegers“

Copyright: Lübbe Verlag

Im Oktober hatte ich das Glück, an der Leserunde zu „Wikingerblut – Die Rache des Kriegers“ von Jürgen Bärbig teilnehmen zu können. Der Autor selbst hat zu Nachfragen Rede und Antwort gestanden, so dass der Austausch mit ihm mir Spaß gemacht hat. Die Kommunikation ist leider nach der Hälfte der Lesezeit meinerseits abgerissen, da ich auf Arbeit viel zu tun hatte und dann kam halt das Krankenhaus dazwischen.
Obwohl ich die Geschichte der Wikinger wirklich interessant finde, habe ich bisher eher Fachbücher zu diesem Thema gelesen und keine historischen Romane. Von daher ist es schon ein Debüt für mich gewesen.

Ein blutiger Kampf um Macht

Norwegen, 875 n. Chr.: König Harald hat die Stämme des Landes unter seiner Herrschaft vereint. Doch sein Erzfeind Varl schwört erbitterte Rache. Gnadenlos ziehen seine Krieger durchs Land und ermorden die Getreuen des Königs. Um Verbündete im Kampf gegen Varl zu finden, begeben sich die beiden Wikingerbrüder Kjelvar und Thorvik auf eine gefährliche Reise. Aber die Suche wird zur blutigen Jagd. Und als Varls Krieger ihr Heimatdorf niederbrennen und Kjelvars schwangere Frau entführen, haben die Brüder nur noch ein Ziel: Varls Tod. – Covertext –

Der Roman hat einfach alles, was man von einem Wikingerroman erwarten sollte; ein frühmittelalterliches Setting; Verstoßene, die entweder auf Rache aus sind oder zurück in die Gesellschaft wollen; harte Charaktere, die sich in unterschiedlichen Schicksalswendungen zurechtfinden müssen; Intrigen und Verrat; aber auch die gemeinhin bekannte Eingeschworenheit und Brüderlichkeit einer Gemeinschaft.

Es fiel mir nicht schwer mit den Charakteren des Romans mit zu fühlen – sowohl den Protagonisten, als auch Antagonisten. Das zeugt vom guten schriftstellerischen Vermögen des Autors.
Was mich jedoch am meisten an diesem Roman überzeugt hat, ist das Einfühlungsvermögen in die historische Zeitstimmung des 9. Jahrhunderts. Die Charaktere wirken in diesem Rahmen sehr glaubwürdig. Die Wikinger überzeugen eben so sehr wie die Schotten und eben auch die noch vorhanden Reste der Pikten.
Gerade das Auftauchen Letzterer fand ich überraschend gelungen, gibt es doch recht wenig Überliefertes aus der abschließenden Phase der piktischen Besiedlung.
Aber alles scheint passend und stimmig, so dass das Lesen des Romans mir persönlich richtig Spaß bereitet hat und das Buch nicht umsonst mein Monatshighlight im Oktober war.

Ich kann den Roman allen Liebhabern historischer Romane aus der Wikingerzeit wirklich empfehlen. Auf den zweiten Band „Wikingerblut – Schlacht der Nordmänner“ bin ich sehr gespannt.

ISBN: 9783404183104
Verlag: Lübbe Verlag
Erscheinungsdatum: 26.03.2021
Erscheinungsformat: Taschenbuch
Preis: 11,00 €


Kategorien:Historischer Roman, Leseregal

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